30 Jahre Radio Lippewelle Hamm
Schon vier Mal ist die Lippewelle mit dem Radiosiegel für eine besonders gute journalistische Ausbildung ausgezeichnet wor- den. Aktuell absolvieren Simon Brinkmann, Sharin Leitheiser und Lena Hesse ihr Volontariat. Sie wollen Hörfunkjournalisten werden und haben uns von ihrer Ausbildung erzählt. Was macht man denn eigentlich alles als Lippewelle-Azubi? Lena: Ich bin zurzeit als Reporterin im Einsatz und für ganz unterschiedliche Themen und Termine zuständig. Das kann mal eine Pressekonferenz sein oder ein neuer Kinderspielplatz im Tierpark. Deshalb macht es auch so viel Spaß, weil es so abwechslungsreich ist. Simon: Man durchläuft alle Stationen und lernt zum Beispiel, wie die Moderatoren arbeiten. Und dann kann man es irgend- wann auch selbst ausprobieren. Sharin: Es kommt auch immer ein bisschen darauf an, was einem liegt. Bei mir waren es zum Beispiel sehr schnell die Nachrichten, deshalb ist das ein Schwerpunkt in meiner Aus- bildung. Auf Menschen zugehen – die Ausbildung bei der Lippewelle Ist es schwer, Radio zu lernen? Wie erlebt ihr das? Simon: Wenn man aus der Schule oder dem Studium kommt, ist das Schwierigste erstmal, den Schulschreibstil abzulegen und tatsächlich so zu sprechen, wie alle Leute sprechen. Ich finde außerdem, dass Radio subjektiv ist. Jeder hat eine andere Vorstellung von gutem Radio, man muss auch ein wenig seinen eigenen Stil entwickeln. Und man übernimmt schon in der Ausbildung enorm viel Verantwortung. Wenn ich berichte, dass etwas so war, wird dem auch Glauben geschenkt, damit muss man umgehen können. Sharin: Radio ist aber auch Handwerk. Es gibt natürlich Standards, zum Beispiel für Quellenangaben oder den guten Umgang mit Interviewpartnern. Und natürlich muss man die Technik lernen, das Mischpult hat schon sehr viele Knöpfe. Für wen ist der Job beim Radio was? Was muss man können? Lena: Man sollte bereit sein, auf Leute zuzugehen, offen sein und auch keine Angst vor Telefonaten haben, egal welches Alter oder welche Stellung der Interviewpartner hat. Sharin: Man sollte auch sehr neugierig sein und Lust haben, Dinge herauszufinden und verschiedene Meinungen zu hören. Außerdem sollte man hartnäckig sein und sich nicht so schnell aus der Ruhe bringen lassen, weil oft viele Dinge auf einmal passieren. Was macht euch am meisten Spaß? Lena: Termine, auf die man sich schon ’ne Woche vorher freut. Zum Beispiel, wenn man ins Erdmännchengehege darf oder sowas wie den Hammer Summer, wo man den ganzen Tag mit dem Team im Einsatz ist. Das Arbeitsklima ist schon sehr schön. Simon: Wie alle Medien ist ja auch die Lippewelle stark im Wandel, und das mitzugestalten, sich zu fragen, wohin es geht, welche Anforderungen unsere Hörer zum Beispiel auf social media haben, finde ich spannend. Sharin: Und es ist toll, das Gefühl zu haben, dass man die Men- schen unterhält, informiert und zusammen den Tag gestaltet. Simon Brinkmann, Sharin Leitheiser und Lena Hesse absolvieren zur Zeit ein Volontariat bei der Lippewelle. v.l.n.r: Lena Hesse, Simon Brinmann, Sharin Leitheiser Live dabei sein ist alles. Volle Wucht westfälisch Wenn nicht in der WESTPRESS arena, dann bei Radio Lippe Welle Hamm. 14
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