30 Jahre Radio Lippewelle Hamm
Was ist durch Corona in eurer Ausbildungszeit anders? Sharin: Die Corona-Spielregeln haben sich ja dauernd geändert. Dann konntest du alle Interviewpartner wieder anrufen und neue Reaktionen einholen. Simon: Einmal hat mich eine Tickermel- dung im Fernsehen in der laufenden Nachrichtensendung überholt. Da waren dann wirklich nur Sekunden dazwischen und wir mussten sofort reagieren. Sharin: Das war eine meiner ersten Nachrichtenschichten, als die ers- ten beiden Coronafälle hier in Hamm aufgetreten sind. Wenn ich daran denke, kriege ich jetzt noch Herzrasen. Da ist so viel gleichzeitig passiert. Und irgendwie war alles wichtig. Was wünscht ihr euch für die Zukunft? Lena: Mein Volontariat hat gerade erst angefangen, aber am meisten fiebere ich dem entgegen, mal sagen zu können: Hey, ich darf jetzt ’ne Sendung moderieren. Das wäre schön. Simon: Es gibt viele verschiedene Möglichkeiten, weil wir beim Radio so gut ausgebildet werden. Da kann man auch in der Öffentlichkeitsarbeit oder im Social-Media-Bereich arbeiten. Aber seit der Grundschule hoffe ich auf einen Job beim Radio! Sharin: Ich hoffe, dass ich hier noch bleiben kann. Ich muss noch etwas weiter studieren, aber dann möchte ich eine richtig coole, toughe und gute Journalistin sein. Volontärin Lena Hesse ist zurzeit als Reporterin im Einsatz und für unterschiedliche Themen und Termine zuständig. Warum hast du dich für ein Praktikum bei der Lippewelle entschieden? Weil ich Journalismus studieren möchte und noch nicht so viel praktische Erfahrungen gesammelt habe in dem Bereich. Und weil ich Radio für mich am passendsten finde. Und die Lippewelle, weil sie mein Heimatsender ist. Ich habe sie immer schon zwischendurch gehört und war dadurch up-to- date. Und jetzt darf ich sogar selbst daran mitarbeiten! Du bist jetzt in der dritten Praktikumswoche. Was hast du bisher gemacht und gelernt? Erstmal habe ich alle kennengelernt, die Redaktionskonferenz mitgemacht und ein Gefühl für die Abläufe bekommen. Dass ich dann - ich glaub‘, an meinem dritten Tag - schon alleine losgegangen bin und eine Umfrage gemacht habe, fand ich richtig cool. Ich bin natürlich vorher erst einmal mit einem Kollegen mitgegangen und habe mir das angeguckt. Seitdem mache ich fast jeden Tag eine Umfrage. Ich finde auch toll, dass ich selbst Moderationen schreiben darf. Natürlich wird da noch mal drüber geguckt, aber es ist super, dass ich von Anfang an sehr selbstständig arbeiten durfte. Und jetzt konnte ich auch schon die ersten Sprechversuche am Mikro machen. Und, gefällts dir oder macht es dir Angst, direkt so viel zugetraut zu bekommen? Nee, es macht mir keine Angst. Mir gefällt das. Ich glaube, es ist in dem Job auch ganz gut, ins kalte Wasser geschmis- sen zu werden. Wie ist dein Eindruck vom Lippewelle-Team? Wie ist die Zusammenarbeit? Ich finde es mega-entspannt. Es wird viel gelacht, viel Spaß gemacht zwischendurch. Man nimmt sich nicht allzu ernst, das finde ich ganz gut. Und trotzdem kriegt jeder seine Sa- chen fertig, und alles ist hochprofessionell. Dazu kann man immer alle ansprechen, wenn man Fragen hat. Das find ich super, und die Stimmung ist einfach gut. Würdest du das Praktikum bei der Lippewelle weiterempfehlen? Ich kann das auf jeden Fall weiterempfehlen, weil man superviel Neues lernt. Zum Beispiel, wie eine Radiosendung aufgebaut ist und wieviel Arbeit dahinter steckt. Wenn jetzt jemand neugierig wird: Was sollte man für das Praktikum mitbringen? Man sollte auf keinen Fall Angst vor Menschen haben und bereit sein, Leute anzuquatschen und bei Umfragen vielleicht auch mal abgewiesen zu werden. Das darf man den Leuten nicht übelnehmen, nicht jeder möchte immer etwas in ein Mikro sagen oder hat Zeit. Man sollte auch offen sein und gerne und gut schreiben können. Ich komme jetzt gerade aus dem Abi, da werden natürlich Klausuren geschrieben und riesenlange Texte mit ganz vielen tollen Wörtern, die man im Alltag gar nicht benutzt. Hier schreibt man halt so, wie man spricht. Das war schon 'ne Umstellung. Wie war es für dich, in Corona-Zeiten Umfragen zu machen? Das ist erstmal ein bisschen komisch, die Leute mit Maske anzusprechen. Man erstmal lernen lauter zu sprechen, damit die Ansprechpartner auch alles verstehen, also bloß nicht nuscheln. Das mit der Mikro-Angel bei den Umfragen für den Mindestabstand finde ich vollkommen okay. Ich glaube auch, dass die Leute sich damit sicherer fühlen. Man fühlt sich hier in der Redaktion aber auch sicher, weil sich hier wirklich alle die Hände desinfizieren und sehr auf den Abstand ach- ten. Ein Praktikum bei der Lippewelle Die Lippewelle hat ab Oktober wieder Praktikumsstellen frei. Wir freuen uns über Bewerber, die mindestens 18 Jahre alt sind, schon mal die Lippewelle gehört haben und sich für die Hammer Themen interessieren. Wenn ihr mindestens sechs Wochen, aber gerne auch bis zu drei Monate Zeit habt und Lust darauf habt, uns kennenzulernen und das Radiomachen auszuprobieren, bewerbt euch per Mail an personal@lippewelle.de Für alle unter 18 Jahren bieten wir in 2021 (wenn die Corona-Pandemie es zulässt) wieder Schnuppertage in der Redaktion an, auch im Rahmen der Berufsfelderkundungstage. Erste Schritte im Radio könnt ihr außerdem in unserem Projekt Radio Kurux oder bei den Kollegen von Radio Hitwave machen. Mehr Informationen dazu findet ihr auf www.lippewelle.de Foto links: Luisa Formann will sich beruflich nochmal neu orientieren, die 25-Jährige hat nach einer Ausbildung das Abi nachgeholt und nutzt die Zeit bis zu ihrem Studium jetzt, um bei der Lippewelle die Arbeit in einer Radioredaktion kennenzulernen. Foto rechts: Planerin Jennifer Borm zeigt und erklärt Praktikantin Luisa das Aufnahmegerät. Gratulieren ist einfach! Wenn man einen Radiosender hat, der seit 30 Jahren die Hammer Bürger bestens informiert und unterhält. Herzlichen Glückwunsch! s Sparkasse Hamm sparkasse-hamm.de 17
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